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Der Weg zu
einer Lebens-
stilmedizin

Plädoyer für
eine Lebensstilmedizin

Selbstbestimmung, Selbstkompetenz und
Eigenverantwortung der Menschen in
Bezug auf Gesundheit und Krankheit fördern

Gesundheit stärken, um Krankheit zu verhindern oder zu heilen: Ein gesunder Lebensstil steigert nicht nur Leistungsfähigkeit und Lebensfreude, sondern kann auch vor Krankheiten schützen oder im Fall einer Erkrankung zur Selbstheilung beitragen. Beitrag anzeigen »

Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Melchart

Plädoyer von
Univ.-Prof. Dr. med.
Dieter Melchart


Eine solche „salutogenetische“ Orientierung, d. h. die gezielte Stärkung der Gesundheit, ist eine wichtige Ergänzung zu der weit verbreiteten „pathogenetischen“ Sichtweise, die sich mit der Entstehung und Behandlung von Krankheit befasst (reaktives System). Die wichtigsten Volkskrankheiten – Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechsel- störungen und Stressfolgeschäden bis hin zu Krebserkrankungen – lassen sich durch Gesundheitsförderung positiv beeinflussen und in ihrem Auftreten verzögern oder teilweise auch ganz verhindern (proaktives System).

Salutogenese konzentriert sich auf die Frage, welche Faktoren dazu beitragen, dass Menschen es schaffen, trotz aller Stressoren und Widrigkeiten gesund zu bleiben.
Eine umfassende Betrachtung der Gesundheits- und Krankheitsentwicklung sowie der Einbezug der Lebens- und Arbeitswelten der Menschen ist hierbei eine wichtige Zukunftsaufgabe. Konkret bedeutet dies, dass verstärkte Anstrengungen in Richtung betriebliche Gesundheitsförderung, kommunales Gesundheitsmanagement und qualitätsbasierten Gesundheitstourismus notwendig sind.

Wir haben kein Wissensproblem – aber ein Vermittlungs- problem: Die Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und Patientenschulung leiden primär nicht an einem Mangel an Wissen. Woran es tatsächlich mangelt, ist eine erfolgreiche Vermittlung und Umsetzung der gesundheitsfördernden Erkenntnisse.

Die beste Evidenz im Bereich der pädagogischen Methodik weist das Konzept des sogenannten „Blended Learning“ auf.
Es handelt sich hierbei um die Kombination webbasierter Lernkonzepte mit klassischen personalen Medien.
Damit gelingt eine Verlagerung des Vermittlungsschwerpunkts von der Kurs- und Seminarstunde hinein in den individuellen Lebensalltag der Lernenden. Nicht die medizinische Verordnung und Delegation an Dritte, sondern die Förderung von Motivation, Kompetenz und aktivem Rollen-Selbstverständnis jedes einzelnen Betroffenen stehen im Vordergrund der didaktischen Bemühungen. Dies soll das Projekt IGM-Campus langfristig im Gesundheitsmarkt etablieren.

Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Melchart
Leiter des Kompetenzzentrums für Komplementärmedizin und Naturheilkunde (KoKoNat) des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München


Grußwort der Staatsministerin für
Gesundheit und Pflege

Sehr geehrte Damen und Herren, das Projekt „IGM-Campus“ stellt eine innovative Verbindung zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft dar... Beitrag anzeigen »

Melanie Huml

Melanie Huml
Bayerische Staatsministerin
für Gesundheit und Pflege


Als Bayerische Gesundheitsministerin unterstütze ich das Ziel des Projekts, eine wirkungsvolle Beeinflussung des Lebens- und Arbeitsstils vieler Menschen zur Verbesserung ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit anzustoßen.

Das vom Bayerischen Gesundheitsministerium entwickelte „Förderprogramm zur Steigerung der medizinischen Qualität in den bayerischen hochprädikatisierten Kurorten und Heilbädern“ bietet den politischen Rahmen für die Entwicklung einer systematischen Kooperation zweier starker Partner: des Kompetenzzentrums für Komplementärmedizin und Naturheilkunde der TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Melchart sowie fünf bayerischer Kurorte. Ich bin überzeugt, dass diese Allianz aus wissenschaftlicher Kompetenz, reichem Erfahrungsschatz und hervorragender Infrastruktur neue Dimensionen in der Wirksamkeit und Attraktivität medizinischer Angebote eröffnen kann.

Chronische Erkrankungen haben gravierende Auswirkungen auf die Betroffenen, aber auch auf unsere Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Information und Unterstützung eine möglichst große Anzahl von Menschen erreicht. Durch das Projekt „IGM-Campus“ kommen wir diesem Ziel einen großen Schritt näher.

Die beteiligten Kurorte profitieren in zweifacher Hinsicht von dem Projekt: Einerseits sprechen die entwickelten Programme eine zusätzliche Gästegruppe an. Andererseits unterstützen die Angebote von „IGM-Campus“ die Einrichtungen vor Ort, etwa durch eine langfristige Betreuung und Begleitung von Unternehmen und Behörden.

Ich wünsche dem Projekt eine erfolgreiche Markenbildung sowie allen Beteiligten viel Freude und Erfolg mit ihrem Engagement.

Melanie Huml
Bayerisches Staatministerium für Gesundheit und Pflege


Das Bündnis für gesunde Mitarbeiter
mit IGM-Campus

Der Bayerische Heilbäder-Verband BHV begrüßt und unterstützt die Initiative des IGM-Campus und bindet sie in das Projekt „Bündnis für gesunde Mitarbeiter“ ein... Beitrag anzeigen »

Klaus Holetschek

Grußwort von
Klaus Holetschek
Vorsitzender Bayerischer
Heilbäder-Verband e.V.


Die Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen sowie die Förderung durch die Bayerische Staatsregierung sind zukunftsweisende und wichtige Schritte, um die Gesundheitsvorsorge als Domäne der Heilbäder und Kurorte zu stärken.

Diese Unterstützung ist in Anbetracht volkswirtschaftlicher Verluste durch Arbeitsunfähigkeit und kranke Mitarbeiter am Arbeitsplatz in Milliardenhöhe dringend notwendig. Der BHV wird sich gemeinsam mit dem IGM-Campus für die Umsetzung in Politik, Krankenkassen und Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden einsetzen.

Der Bayerische Heilbäder-Verband fordert außerdem eine Stärkung des Gesundheitstourismus. Dafür sind professionelle Komplettangebote für die Gesundheitsförderung mit umfassender Krankheitsfrüherkennung ebenso wichtig wie Patientenschulung im chronischen Krankheitsfall.

Das neue Fortbildungsangebot zu IGM-GesundheitsCoaches und IGM-Gesundheits-Managern ist dazu ein vorbildliches Beispiel.

Klaus Holetschek
Vorsitzender Bayerischer Heilbäder-Verband e.V.


Kurzvorstellung IGM-Campus Kernkriterien von IGM-Campus